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Gesunde Hufe sind die Basis des Erfolges - für Pferd und Reiter

Durch regelmäßige Bearbeitung kann die Gesundheit der Hufe gewährleistet werden - und Pferd und Reiter können sich über unbeschwerte und problemlose Fortbewegung freuen!


Wieso Barhuf?

Viele Pferde, die im Freizeitbereich laufen haben keinen großen Abrieb. Dadurch ist es, anders als bei den stark genutzten Arbeitstieren von früher, meist nicht nötig sie zu beschlagen, da sich das Wachstum des Hornes und der Abrieb durch die Belastung die Waage halten.

Daher können viele Pferde problemlos barhuf laufen.

 

 

 

 

 

Wieso Beschlag? 

Ein Beschlag ist dann nötig, wenn das nach wachsende Horn und der Abrieb sich nicht mehr die Waage halten. Die Sohle des Pferdes wird bei übermäßiger Beanspruchung dünner, wenn mehr abgelaufen wird, als nachwachsen kann. Dies führt langfristig zu Schmerzen beim Pferd, die neben einem unschönen Gangbild auch zu bleibenden Schäden. 

Die Entscheidung, ob ein Beschlag notwendig wird oder nicht, wird immer in Absprache mit dem Besitzer, nach einer ausführlichen Feststellung der Gegebenheiten, getroffen. 

Dabei stehen viele verschiedenen Möglichkeiten zur Verfügung. 

Hier wird dann der individuell ausgewählte Beschlag optimal für das Pferd und den jeweiligen Huf angepasst. 

Wieso müssen Hufe bearbeitet werden?

Das Wildpferd braucht keine Hufbearbeitung, das Freizeitpferd aber schon - wieso?

Zwei Faktoren unterscheiden den Freizeitpartner Pferd vom Wildpferd: Das Wildpferd ist in ständiger Bewegung auf verschiedenen Untergründen; dies verschafft größeren Abrieb der Hufe im Vergleich zu den meist weichen Untergründen bei unseren Freizeitpferden.

Außerdem sorgt die natürliche Selektion bei Wildpferden dafür, dass die Pferde mit den schlechten Hufen gar nicht erst überleben: in menschlicher Obhut ist dies anders. Eine Hufbearbeitung ist daher beim Freizeitpferd nötig.

Was passiert ohne eine regelmäßige Hufbearbeitung?

Kurz und knapp: das Wohlbefinden des Pferdes leidet!

Der Huf entwickelt sich fehlerhaft - unangenehme Reize bzw. Schmerzen sind eine Folge dessen. Der Wirkbereich der Schmerzen ist nicht bloß auf den Huf beschränkt; der gesamte Bewegungsapparat und somit das gesamte Wohlbefinden sind betroffen. Das Pferd hat keine Möglichkeit, diesen Schmerzen zu entkommen.

Wie oft - und wieso so oft?

Der Rhythmus beträgt fünf bis sechs Wochen. Dies hat zwei Gründe:

1. dieser Rhythmus wirkt präventiv: innerhalb des Intervalles sind keine größeren negativen Entwicklungen des Hufes zu erwarten. Das Pferd fühlt sich innerhalb der fünf bis sechs Wochen wohl; würde ein längerer Zeitraum zwischen den Hufbearbeitungen liegen, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass das Pferd große negative Hufentwicklungen erfährt, zu hoch.

2. Der Rhythmus ermöglicht bestmögliche Arbeit und somit bestmögliche Ergebnisse: im Zeitraum von fünf bis sechs Wochen wächst ungefähr ein Zentimeter Horn nach; dies lässt sich am besten bearbeiten.

Ein Vergleich: Niemand geht erst dann zum Friseur, wenn er gar nichts mehr sieht! Beim Friseur geht es darum, dass die Frisur ein ähnliches Aussehen behält - übertragen auf die Huforthopädie bedeutet dies: Auch die Huforthopädie sollte rechtzeitig geschehen, nicht erst, wenn es unbedingt nötig ist oder quasi schon zu spät ist...

Was wird da eigentlich gemacht?

Eine Barhufbearbeitung nach huforthopädischen Grundlagen:

Sohle und Strahl werden vom Huforthopäden ausgeschnitten. Die Hornwand wird von außen mit der Raspel bearbeitet und in die optimale Form gebracht. Es handelt sich immer um eine individuelle Hufbearbeitung, da jeder Huf unterschiedlich ist.

Falls das Pferd beschlagen ist, wird danach der individuell ausgewählte Hufschutz auf den jeweiligen Huf zugearbeitet.